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Bozen [ˈboːtsən] (italienisch Bolzano [bolˈtsano] örtlich [bolˈdzano], ladinisch Bulsan [bʊlˈzaŋ] oder Balsan, Südtirolerisch [poutsn̩] oder [pɔatsn̩], lateinisch Bauzanum) ist die Landeshauptstadt Südtirols, einer autonomen Provinz in Italien, und als solche Sitz der Südtiroler Landesregierung und des Südtiroler Landtags.

Seit 1964 ist die Stadt Bischofssitz der neugeschaffenen Diözese Bozen-Brixen, seit 1998 mit der Freien Universität Bozen Universitätsstadt.

Bozen wird zu den größeren urbanen Zentren im Alpenbogen gerechnet und gilt auf Grund ihrer Bikulturalität als wichtiger Begegnungsort der österreichisch-deutschen und der italienischen Kultur und Wirtschaft.

Die Stadt wurde zur Alpenstadt des Jahres 2009 gekürt.

Geografie

Bozen liegt an der Vereinigung zweier Alpentransversalen, der oberen Etschtal- und der Eisacktalfurche, die zum Reschen respektive Brenner führen und damit die Stadt seit jeher in den Mittelpunkt eines überregionalen Wegenetzes rücken. In Bozen mündet die Talfer in den Eisack, der seinerseits südlich der Stadt in der Etsch aufgeht. Die Stadt wird darum bisweilen auch als Talferstadt bezeichnet.

Bozen hat insgesamt 104.029 Einwohner (Stand 31. Dezember 2010)[1] in fünf Stadtteilen (siehe Infobox), die wiederum mehrere historische Stadtviertel und ehemals selbständige Gemeinden umfassen. Die früher eigenständigen Landgemeinden Zwölfmalgreien und Gries wurden 1911 bzw. 1925 eingemeindet. Sie bilden bis heute eigene Katastralgemeinden.

Das historische Bozen bestand nur aus der heutigen zwischen Talfer und Eisack bzw. zwischen Zollstange und Wangergasse gelegenen Altstadt. Trotzdem wohnte 1910 etwa 45 % der Bozner Bevölkerung im räumlich beengten Altstadtbereich.

Die jüngeren Stadtteile Europa-Neustift und Don Bosco-Neugries sind im Weichbild von Gries entstanden. Das Stadtviertel Oberau-Haslach gehörte früher zu Zwölfmalgreien und bestand aus den Ortsteilen Haslach, Oberau und St. Jakob-Unterau mit dem so genannten GrutzenLuft

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Bozens

Die spätere Stadt Bozen wurde zwischen 1170 und 1195[2] als Markt mit einer Gasse und einem Platz errichtet.[3] Um 1195 ist bereits ein Pfarrer belegt,[2] der für seine Tätigkeit die 1180 errichtete Marienkirche nutzte, deren Nachfolgerin heute als Dom bekannt ist, die damals außerhalb der Stadtmauer lag.[4] Der Mittelalterliche Markt erhielt 1265 das Stadtrecht, die Stadt wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrmals erweitert, zunächst um die bischöfliche Neustadt (Obstplatz), dann um die Wangersche Vorstadt (siehe Bindergasse) und zuletzt, nach diversen anderen Erweiterungen, 1925 um die ehemalige Marktgemeinde Gries.

In Bozen wurden seit seiner Gründung mehrere Jahrmärkte (Messen) veranstaltet, 1635 gewährte Landesfürstin Claudia de’ Medici das Bozner Merkantilmagistrat (Handelsgericht).[5]

Die Industrialisierung Südtirols ging von Bozen aus, wo 1848 die Baumwollspinnerei gegründet wurde (eigentlich in St. Anton, bei St. Peter).[6] In und bei der Landgemeinde Zwölfmalgreien entstanden vor der Eingemeindung (1911) weitere für Bozen wichtige Bauwerke: Der Bahnhof Bozen-Gries (1859), das E-Werk Kardaun (1901), die Kohlerer Bahn (1908).[7]

Der Tourismus hatte seinen Schwerpunkt im Kurort Gries, aber auch in Bahnhofsnähe entstanden mehrere Hotels (wie das heute noch bestehendes Parkhotel Laurin, 1910).[8]

Politik

Bürgermeister

Bürgermeister Bozens seit 1714:

Bürgermeister Von Bis
Bernhardt von Zobl 1714 1740
Joseph Anton von Gumer 1741 1749
Peter Anton von Zallinger 1750 1752
Matthias Semblrock 1753 1755
Peter Anton von Zallinger 1756 1758
Marx Anton Holzer 1759 1762
Peter Anton von Zallinger 1762 1765
Johann Jakob Graf 1765 1770
Franz von Gumer 1771 1776
Karl Joseph von Hepperger d. Ä. 1777 1782
Johann Peter Paul Stockhammer 1783 1786
Joseph von Remich 1786 1794
Karl Joseph von Hepperger d. J. 1794 1798
Johann Anton von Kager 1799 1804
Anton Seraphin von Hepperger 1804 1807
Peter Paul von Menz 1807 1810
Anton von Remich 1810 1813
Dominik von Kager 1814 1819
Peter von Mayrl 1819 1822
Franz Mages 1822 1850
Anton Kapeller 1851 1861
Joseph Streiter 1861 1870
Julius Würzer 1870 1873
Josef Schueler 1873 1879
Josef von Braitenberg 1879 1895
Julius Perathoner 1895 1922
Zeit des Faschismus (1922–1943):

Bürgermeister Von Bis
Augusto Guerriero, cg 10/1922 02/1923
Antonio Boragno, cp 02/1923 03/1924
Roberto Mossino, cp 03/1924 05/1925
Antonio de Steffanini, cp 05/1925 01/1927
Alfonso Limongelli, cp, dann p 01/1927 11/1928
Torquato Poggi, cp, dann p 11/1928 06/1929
Felice Rizzini, p 06/1929 02/1931
Luciano Miori, p 02/1931 10/1934
Sergio Dompieri, cp 10/1934 07/1935
Aurelio Vacca, cp 07/1935 08/1935
Alteniero conte Avogadro degli Azzoni, p 08/1935 07/1936
Guido Broise, cp 07/1936 09/1936
Pier Vincenzo Perrelli, p 09/1936 07/1938
Alfredo Clavarino, marchese, p 07/1938 09/1943

Legende: commissario governativo (cg), commissario prefettizio (cp), podestà (p)

Nationalsozialistische Okkupation (1943–1945):

  • Dr. Fritz Führer, kommissarischer Verwalter, 10/1943–4/1945
Bürgermeister in der Zeit nach 1945:

Bürgermeister Von Bis
Lino Ziller 1948 1957
Giorgio Pasquali 1957 1968
Giancarlo Bolognini 1968 1983
Luigi De Guelmi 1983 1985
Marcello Ferrari 1985 1988
Valentino Pasqualin 1989 1989
Marcello Ferrari 1989 1995
Giovanni Salghetti Drioli 1995 2005
Giovanni Benussi 2005 2005
Luigi Spagnolli 2005 voraussichtlich 2015
Vizebürgermeister seit 1948:

Vizebürgermeister Von Bis
Silvius Magnago 1948 1953
Egon Eyrl 1953 1957
Roland Riz 1957 1961
Paul Knoll 1961 1969
Hugo Gamper 1969 1973
Erich Buratti 1973 1978
Johannes Egger 1978 1985
Herbert Mayr 1985 1995
Elmar Pichler Rolle 1995 2008
Oswald Ellecosta 2008 2010
Klaus Ladinser 2010 (2015)

Gemeinderatswahlen 2005

Im Mai 2005 ergab sich bei den Gemeinderatswahlen ein Patt zwischen dem gewählten Bürgermeister Giovanni Benussi, der von der Casa delle Libertà unterstützt wurde, und dem Gemeinderat, in dem die Parteien des Ulivobündnisses zusammen mit der SVP die Mehrheit stellten. Der amtierende Bürgermeister Giovanni Salghetti Drioli unterlag in der Stichwahl seinem Kontrahenten um nur sieben Stimmen. Nachdem Bürgermeister Benussi die notwendige Mehrheit im Gemeinderat nicht aufbringen konnte, wurde er im Juni 2005 abgesetzt. Bei der Neuwahl am 6. November 2005 setzte sich Mittelinkskandidat Luigi Spagnolli mit 50,36 % der Stimmen im ersten Wahlgang durch. Die stärkste Partei wurde überraschend die Südtiroler Volkspartei, die 11 der 50 Mandate errang (+3).

Gemeinderatswahlen 2010

Bei den Gemeinderatswahlen im Mai 2010 wurde Luigi Spagnolli von acht Parteien unterstützt und konnte sich mit 52,4 % klar vor den Herausforderern Robert Oberrauch (Mitte-rechts; 32,7 %) und Sandro Repetto (UDC; 5,7 %) durchsetzen. Die stärkste Fraktion im Gemeinderat stellt mit 10 Mandataren wieder die SVP, da die stärkste Partei (PDL) sich in zwei Fraktionen aufgespalten hat.

Bevölkerung

Ausländeranteil:

In Bozen lebten Ende 2008 ungefähr 12.500 ausländische Staatsbürger. Das entspricht einem Anteil von 12,5 % an der Gesamtbevölkerung.[9] 2004 wurde der erste Ausländerbeirat gegründet, der dem Gemeinderat in Ausländerfragen unterstützend zu Seite steht.

Städtepartnerschaften

  • Ungarn Sopron-Ödenburg (Ungarn)

Die zweisprachige ungarische Stadt Sopron/Ödenburg ist seit 1990 Bozens Partnerstadt. Am 4. Mai 2010 hat der Stadtrat einer bisher namenlosen kurzen Straße im Osten der Stadt den Namen Via Sopron gegeben.[10] Auf Deutsch wird die Straße laut Stadtratsbeschluss vom 17. August 2010 Ödenburger Straße genannt.[11]

Bozen wurde durch die Alpenkonvention zur Alpenstadt des Jahres 2009 erklärt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Per Stichtag 22. Oktober 2001 waren in Bozen 61.376 Mitarbeiter in 11.672 Arbeitsstätten angestellt. Öffentliche Körperschaften haben mit 315 Arbeitsstätten und 13.835 Angestellten hierbei einen nicht unwesentlichen Anteil. 2.308 Angestellte sind bei Non-Profit-Organisationen tätig. Bozen ist vor Meran (35.000), Brixen (20.000) und Bruneck (10.700) der größte Beschäftigtenstandort Südtirols. Am Mazziniplatz 23 befindet sich der Sitz der Rundfunkgesellschaft Rai Sender Bozen.

Außerdem gehört Bozen zu den größten Weinbaugebieten Südtirols. Bozens Weine werden besonders in St. Magdalena, Guntschna und Gries produziert und in der Kellerei Bozen gekeltert.

2004 wurde der Versuch, vor den Toren der Stadt ein Einkaufszentrum zu errichten, endgültig abgewehrt. Auch die Bemühungen, in Bahnhofsnähe ein größeres Einkaufszentrum zu errichten, scheiterten bis jetzt. Die Südtiroler Raumordnung hemmt die Zersiedlung, die Ansiedelung von großen Märkten auf der grünen Wiese und fördert dafür den Einzelhandel.

In Bozen Süd befindet sich die internationale Messe Bozen, mit Messegelände, Kongresszentrum und Messehotel.

Verkehr

Die Drahtseilbahn nach Kohlern 1932

Die Eisackuferstraße, eine wichtige Ausfallstraße

Bozen liegt an der Brennerautobahn (A22) und ist somit sowohl nach Süden als auch nach Norden an das europäische Autobahnnetz angebunden. Über die Brennerbahn kann man Innsbruck, München, Mailand, Venedig und Rom direkt erreichen. Die Bahnstrecke Bozen–Meran verbindet das Burggrafenamt mit dem Vinschgau. Weiters hat Bozen einen Flughafen mit Linienflügen nach Rom (Air Alps). Regionale Buslinien fahren in alle Bezirke und Täler Südtirols. Der öffentliche Nahverkehr im Stadtgebiet von Bozen und dem näherem Umfeld wurde früher mit umweltfreundlichen Straßenbahnen und Lokalbahnen (z. B. Überetscher Bahn) durchgeführt, wobei die Straßenbahn Bozen 1909 eröffnet und 1948 wieder eingestellt wurde. Lediglich die ehemalige Talstrecke der Rittnerbahn hatte bis zur Einstellung von deren Zahnradbetrieb im Jahr 1966 Bestand. Drei Seilbahnen verbinden zwei Gemeinden und eine Fraktion von Bozen mit der Stadt (Kohlerer Bahn, Seilbahn Jenesien, Rittner Seilbahn).

Der innerstädtische öffentliche Verkehr wird heute mit meist methangasbetriebenen Bussen abgewickelt. Die Altstadt ist für den privaten Verkehr gesperrt. Erwähnenswert sind auch noch zwei ehemalige Standseilbahnen, die Virglbahn und die Guntschnabahn, welche die Stadt mit den Naherholungsgebieten verbanden.

In den vergangenen Jahren wurden zudem die Radwege systematisch zu einem funktionierenden Netz ausgebaut. Als Markenzeichen können die zweibahnigen Fahrradstreifen mit Mittelstreifen und Gegenverkehr gelten, die baulich vom Autoverkehr getrennt sind. Dadurch liegt der Fahrradanteil inzwischen bei 30 Prozent.[12]

Aufgrund der andauernden Pendlerstaus werden verschiedene Erweiterungen des Öffentlichen Personennahverkehrs in und um Bozen diskutiert. Ursprünglich sollte Bozen eine Straßenbahn erhalten und das Überetsch über eine reaktivierte Überetscher Bahn (entweder als Trambahn oder MiniMetro) angebunden werden. Allerdings verhinderten hohe Realisierungskosten eine Umsetzung.[13] Aktuell wird über die Inbetriebnahme einer Metrobuslinie zwischen Bozen und dem Überetsch diskutiert.[14]

Bildung

In Bozen gibt es aufgrund der drei Sprachen (deutsch, italienisch, ladinisch) zahlreiche Schulen. So wird die im 19. Jahrhundert gebaute Johann-Wolfgang-von-Goethe-Schule, die im Jahre 1908 mit dem Unterrichtsbetrieb begann, nunmehr als fünfklassige Grundschule geführt. Zu den weiterführenden Schulen gehört das Humanistische Gymnasium „Walther von der Vogelweide“ (600 Schüler) mit klassischem Lyzeum (ursprünglich nur für Mädchen), die technisch ausgerichtete Gewerbeoberschule („Max Valier“), die wirtschaftlich ausgerichtete Handelsoberschule „Heinrich Kunter“ (795 Schüler), das Realgymnasium Bozen, die Oberschule für Geometer “Peter Anich”, das Sprachenlyzeum (seit 1985), das Kunstlyzeum (seit 1992) und die musikalische Fachrichtung (seit 2003). Seit 1780 besteht – mit einigen Unterbrechungen – das Franziskanergymnasium, welches auch die Mittelschule umfasst.

1954 wurde das Südtiroler Kulturinstitut gegründet. Hier werden Kontakte zum deutschen Kulturraum gepflegt, es finden Theatergastspiele, Gastkonzerte, Ausstellungen, Autorenlesungen und wissenschaftliche Tagungen statt.

Seit 1998 ist Bozen Sitz der Freien Universität Bozen (FUB) und somit Universitätsstadt. Die Freie Universität Bozen bietet dreisprachige Studiengänge in den Sprachen Deutsch, Italienisch und Englisch an. Seit der Gründung der Universität Bozen hat sich die Stadt verändert: Sie bietet jetzt mehr Gastlokale und das reichhaltige Kulturangebot wurde weiter ausgebaut. Dies hat allerdings auch zu Verstimmungen zwischen Lokalbetreibern und Anrainern geführt. Im Frühjahr/Sommer 2005 erreichten diese Verstimmungen ihren vorläufigen Höhepunkt, einige Lokale mussten vorübergehend ihre Sperrstunde herabsetzen, was dem Image der neuen Universitätsstadt Bozen einen harten Schlag versetzte.

Erwähnenswert ist auch die Europäische Akademie EURAC, eine parauniversitäre Forschungseinrichtung mit Schwerpunkt Sprachminderheiten und Umwelt.

Neben der Universität beherbergt Bozen auch die nach der Tiroler Landesfürstin Claudia de’ Medici benannte Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe Claudiana.

Weltbekannt ist auch die ZeLIG, eine dreijährige und dreisprachige Schule für Dokumentarfilm, Fernsehen und Neue Medien.

In Bozen gibt es auch mehrere Kinos, die Filme in italienischer, deutscher und vereinzelt auch in Originalsprache mit Untertiteln zeigen. Das Concordia-Kino wurde 2005 geschlossen. Ein bekanntes alternatives Kino Bozens ist das renommierte Programmkino Filmclub mit drei Sälen, das alljährlich im April die Bozner Filmtage veranstaltet. Am 12. Mai 2009 wurde in Bozen das neue Multiplex-Kino „Cineplexx“ der Betreibergesellschaft Constantin Film eröffnet. In der Vergangenheit hatte sich der Bau des neuen Kinos immer wieder verzögert. Es verfügt über sieben Kinosäle und ist somit das größte Kino in Südtirol.

Im Januar 2005 wurde Bozen zur Guggenmusik-Hauptstadt Europas. 34 Guggenmusiken aus der Schweiz und aus Deutschland haben am 39. Europäischen Guggenmusikfestival teilgenommen.

Vom 21. bis zum 25. Juli 2010 war Bozen Austragungsort der 47. Europeade.

Medien

Rundfunk- und Fernsehanstalt:

In Bozen hat die RAI (öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Italiens) ihren regionalen Hauptsitz. Sie produziert Programme in italienischer, deutscher und ladinischer Sprache. Da das lokale Programm nicht 24 Stunden lang gesendet wird, basiert der regionale Kanal auf dem nationalen Rai Tre. Sobald eine lokale Sendung beginnt, wird das nationale Programm zu Gunsten des Rai Senders Bozen überblendet.

Der italienischsprachige Privatsender Video 33 (ehemalige Videobolzano33) hat ebenfalls seinen Sitz in Bozen. In Bozen empfängt man eine Vielzahl von weiteren lokalen Radiosendern in italienischer wie auch in deutscher Sprache: RTTR, TCA, Radio NBC, Radio Tandem, Radio Sacra Famiglia, Südtirol 1, Radio Grüne Welle und Radio Nord.

Einige von ihnen sind im 2008 eröffneten Südtiroler “Funkhaus” in der Innsbrucker Straße untergebracht.

Der Österreichische Rundfunk (ORF) ist ebenfalls in Bozen mit einer eigenen Niederlassung vertreten und sendet täglich (allerdings aus Innsbruck) das lokale Nachrichtenmagazin Südtirol heute.

Zuständig für die Übertragung von Fernsehprogrammen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist die Rundfunkanstalt Südtirol RAS, eine öffentlich-rechtliche Anstalt mit Sitz in Bozen.

Gesundheit und Pflege

In Bozen gibt es ein öffentliches Krankenhaus, das Regionalkrankenhaus Bozen. Daneben gibt es drei (früher vier) private Krankenhäuser: die Marienklinik (Früher Marieninternat), die Bonviciniklinik und die Villa Melitta. Das älteste Altersheim ist das ehemalige Armenhaus in der Rauschertorgasse, es wird wie ein weiteres privat geführt, ist aber mit den Sozialdiensten konventioniert, die selbst vier Altersheime und mehrere Tagesstätten für Senioren führt. Am Stadtrand von Bozen befindet sich das von Gesundheitsbezirk Bozen geführte Langzeitpflegeheim Firmian.

 

Bozen
(ital.: Bolzano, lad.: Bulsan/Balsan)
Bezirksgemeinschaft Bozen
Provinz: Bozen (Südtirol)
Region: Trentino-Südtirol
Staat: Italien
Einwohner (VZ 2011/31.12.2010): 102.869/104.029
Sprachgruppen
laut Volkszählung 2011:
25,52 % deutsch
73,80 % italienisch
0,68 % ladinisch
Koordinaten 46° 30′ N, 11° 21′ OKoordinaten: 46° 30′ N, 11° 21′ O (Karte)
Meereshöhe: 232 – 1.616 m s.l.m. (Zentrum: 262 m s.l.m.)
Fläche/Dauer-
siedlungsraum:
52,3/28,0 km²
Stadtviertel: Zentrum-Bozner Boden-Rentsch, Oberau-Haslach, Europa-Neustift, Don Bosco, Gries-Quirein
Nachbargemeinden: Deutschnofen, Eppan, Jenesien, Karneid, Leifers, Pfatten, Ritten, Sarntal, Terlan
Partnerschaft mit: Ödenburg (Sopron)
Postleitzahl: 39100
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021008
Steuernummer: A952
Politik
Bürgermeister (2010): Dr. Luigi Spagnolli (PD)

 

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