Wappen von Lana an der EtschLana ist eine Marktgemeinde mit 11.230 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in Südtirol, Italien, südlich von Meran.

Lana ist die siebtgrößte Gemeinde der Provinz Südtirol. Im südlichen Winkel des Meraner Talkessels gelegen, begleitet die langgezogene Ortschaft Lana (300 m s.l.m.) den Rand der Etschtalebene. Im Mittelgebirge liegt die Fraktion Völlan (700 m s.l.m.), am Südhang des Vigiljoches die Bergfraktion Pawigl (1.200 m s.l.m.). Das Dorf selbst wird unterteilt in Ober-, Mitter- und Niederlana.

Geschichte

Erste urgeschichtliche Siedlungen finden sich auf den Hügelkuppen Kobaltbühel, Silackerbühel, Burghügel Braunsberg, Brandis und Leonburg. Im 9. Jahrhundert werden die beiden Kirchen St. Georg und St. Margarethen errichtet. Die erste urkundliche Erwähnung von Lana (Lenon) erfolgt im Jahr 990. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts werden die Burgen Brandis, Lanaburg (Leonburg), Braunsberg, Mayenburg und Werrenberg errichtet. Ab 1396 wird die Pfarre Lana vom Deutschen Orden betreut, dessen Wappen noch heute im Gemeindewappen von Lana enthalten ist. Im Jahr 1850 werden die bisher selbständigen Orte Vill, Oberlana und Niederlana zur Großgemeinde Lana zusammengeschlossen.

Wirtschaft

Wirtschaftlich sehr wichtig ist neben Handwerk, Industrie und Handel vor allem der Apfelobstbau (10 % der Südtiroler Gesamternte und 1 % der Gesamternte von Europa (Bioapfel). Der Transport der exportierten Äpfel erfolgte bis 1974 über die Lokalbahn Lana-Meran, welche den Ort an das europäische Schienennetz anschloss. Dieselbe Bahn führte zudem bis 1950 Personentransporte nach Meran durch. Eine Lokomotive des Apfelzuges ist am Tribusplatz zu besichtigen, mit einer kurzen geschichtlichen Abhandlung über die Bahn.

Für die Wirtschaft ist auch die Industriezone in Lana von Bedeutung. Die Zone befindet sich in der Nähe der Falschauermündung in die Etsch und ist verkehrstechnisch durch die Schnellstraße MeBo gut erschlossen. Zahlreiche internationale Betriebe haben eine Niederlassung in dieser Industriezone, darunter sind Doppelmayr, Develey, Iprona und die Firma SCA besser bekannt als Biopack. In den letzten Jahren verändert sich das Bild der Zone und es siedeln sich immer mehr lokale Betriebe dort an.

Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt u. a. die Pfarrkirche zu Mariä Himmelfahrt in Niederlana. Besonderes Prunkstück dieser spätgotischen Kirche ist der zweiteilige Flügelaltar von dem wahrscheinlich aus Füssen stammenden Maler und Bildhauer Hans Schnatterpeck. Der Altar, 1503 von den Meraner Kirchenpröpsten in Auftrag gegeben, ist mit einer Höhe von 14,5 m der größte Tirols und einer der größten ganz Europas. Anlässlich 500 Jahre Hans-Schnatterpeck-Altar (1508-2008) wurden zwei Sonderbriefmarken von diesem gotischen Altar herausgegeben.

Sehenswürdigkeiten:

  • Burgen und Schlösser: Brandis, Leonburg, Braunsberg, Mayenburg
  • Kirchen und Kapellen: St. Margarethen – mit Fresken aus dem 13. Jh., Pfarrkirche Maria Himmelfahrt 1492 mit gotischem Flügelaltar (1503), Pfarrkirche Hl. Kreuz mit der zweitgrößten Glocke Südtirols (6248 kg)
  • Südtiroler Obstbaumuseum, Bauernmuseum Völlan
  • Skulpturenwanderweg längs der Gaulpromenade

Kulturelle Veranstaltungen

  • Kulturtage Lana
  • Blütenfesttage
  • Jährliche Kunstausstellungen im Ansitz Rosengarten
  • Kastanientage »Köschtnriggl«
  • LanaLive
  • Passionsspiele
  • Konzerte der Musikkapellen
  • Kindersommer Juli und August
  • Südtiroler Gartenlust
  • Lange Donnerstage Juli und August
  • Kürbistage
  • Lana Advent
  • Wandercamp
  • Radcamp
  • Lanaphil im April und Oktober
  • Open Air Gaul
Lana an der Etsch
(ital.: Lana)
Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt
Provinz: Bozen (Südtirol)
Region: Trentino-Südtirol
Staat: Italien
Einwohner (VZ 2011/31.12.2010): 11.255/11.230
Sprachgruppen
laut Volkszählung 2011:
91,84 % deutsch
7,90 % italienisch
0,26 % ladinisch
Koordinaten 46° 37′ N, 11° 9′ OKoordinaten: 46° 37′ N, 11° 9′ O (Karte)
Meereshöhe: 254 – 1.913 m s.l.m. (Zentrum: 310 m s.l.m.)
Fläche/Dauer-
siedlungsraum:
36,1/18,3 km²
Fraktionen: Lana, Pawigl, Völlan, Ackpfeif
Nachbargemeinden: Burgstall, Gargazon, Meran, St. Pankraz, Tisens, Tscherms
Partnerschaft mit: Telfs (A), Idstein (D), Feuchtwangen (D)
Postleitzahl: 39011
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021041
Steuernummer: 82007030214
Politik
Bürgermeister (2010): Harald Stauder (SVP)

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