Wappen von SarntalSarntal ist eine von der Talfer durchflossene Gemeinde mit 6903 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) nördlich von Bozen, in Südtirol. Sie nimmt einen Großteil des gleichnamigen Gebirgstals ein. Sarntal ist die flächenmäßig größte Gemeinde Südtirols und besteht aus insgesamt 28 Fraktionen. Hauptort ist Sarnthein.

Bekannt ist das Sarntal für das Kunsthandwerk der Federkielstickerei.

Das Sarntal

Es gibt zwei Hauptzufahrten in das Sarntal: Vom Bozner Talkessel aus durch die Sarner Schlucht und von Sterzing aus über das Penser Joch und das Pensertal, den Oberlauf der Talfer. Dieser Pass ist jedoch im Winter meist vier bis fünf Monate gesperrt. Eine weitere Zufahrt verläuft über den Ritten/Wangen. Diese Straße ist wegen ihrer engen, kurvenreichen und steilen Abschnitte für Busse (außer für Linienbusse bei Sperrung der Staatsstraße) und LKW gesperrt und mündet nach der Sarner Schlucht in die von Bozen kommende Staatsstraße. Trotzdem hat diese Zufahrt schon oft ihre Wichtigkeit bewiesen, war sie doch in der Vergangenheit oft der einzige noch befahrbare Zugang zum Tal, wenn die Staatsstraße wegen Steinschlages gesperrt und für das Joch noch die Wintersperre bestand. Durch einige Großprojekte wurde die Sarntaler Staatsstraße mehr und mehr untertunnelt und die verbliebenen gefährdeten Abschnitte durch Felssicherungsarbeiten abgesichert. Somit sind Sperren heute seltener geworden.

Die höchste Erhebung des Gemeindegebiets ist der Hirzer (2.781 m s.l.m.).

Wirtschaft

Das Sarntal ist stark bäuerlich geprägt. Die Viehwirtschaft, im Großteil auf Bergbauernhöfen unter oft sehr schwierigen geografischen Bedingungen, herrscht vor. Oft besitzen Bauern neben dem traditionellen Südtiroler Grauvieh (einer Rinderrasse) auch Pferde der traditionellen Südtiroler Rasse der Haflinger. Viele Kleinbauern betreiben den Hof nur als Nebenerwerb und gehen tagsüber einer anderen Arbeit nach.

Handwerksberufe sind ein weiteres wirtschaftliches Standbein des Sarntales.

In der Handwerkerzone des Hauptortes Sarnthein wurde vor einigen Jahren ein Fernheizwerk errichtet, das von den örtlichen Bauern und einigen Verbrauchern als Genossenschaft geführt wird. Hier wird ausschließlich für die Holzindustrie nicht verwertbares Holz aus dem Tal in effizienter Weise verheizt. In der Fraktion Reinswald besteht ein Skigebiet, das in den letzten Jahren modernisiert und geringfügig erweitert wurde.

Gewässer in Sarntal

  1. Talfer
  2. Durnholzer See und Bach
  3. Tanzbach
  4. Öttenbach
  5. Rötenbach
  6. Weißenbach
  7. Runggener Bachl
Sarntal
(ital.: Sarentino)
Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern
Provinz: Bozen (Südtirol)
Region: Trentino-Südtirol
Staat: Italien
Einwohner (VZ 2011/31.12.2010): 6.896/6.903
Sprachgruppen
laut Volkszählung 2011:
98,07 % deutsch
1,82 % italienisch
0,10 % ladinisch
Koordinaten 46° 38′ N, 11° 21′ OKoordinaten: 46° 38′ N, 11° 21′ O (Karte)
Meereshöhe: 570 – 2.781 m s.l.m. (Zentrum: 961 m s.l.m.)
Fläche/Dauer-
siedlungsraum:
302,5/28,5 km²
Fraktionen: Sarnthein, Aberstückl, Agratsberg, Astfeld, Auen, Außerpens, Dick, Durnholz, Essenberg, Gebracksberg, Gentersberg, Glern, Innerpens, Kandelsberg, Muls, Niederwangen, Nordheim, Öttenbach, Putzen, Rabenstein, Reinswald, Riedelsberg, Steet, Trienbach, Unterreinswald, Vormeswald, Weißenbach, Windlahn
Nachbargemeinden: Franzensfeste, Freienfeld, Hafling, Jenesien, Klausen, Mölten, Ratschings, Ritten, St. Leonhard in Passeier, Schenna, Vahrn, Villanders, Vöran
Partnerschaft mit: Rückersdorf (Mittelfranken)
Postleitzahl: 39058
Vorwahl: 0471
ISTAT-Nummer: 021086
Steuernummer: 80009170210
Politik
Bürgermeister (2010): Franz Locher (SVP)

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